Tipps für Eltern und Kinder
Trennungsangst ist eine häufige Erfahrung sowohl für Eltern als auch für Kinder, besonders in den ersten Jahren der Kindheit. Ganz gleich, ob es sich um den ersten Tag in der Kindertagesstätte oder in der Vorschule handelt oder ob Sie Ihr Kind für einen Abend bei einem Babysitter lassen – Trennungsangst kann die Nerven strapazieren und alle Beteiligten verunsichern. Mit Geduld, Verständnis und einigen hilfreichen Strategien können Eltern und Kinder jedoch lernen, mit Trennungsangst auf positive und gesunde Weise umzugehen.
Trennungsangst verstehen
Bevor wir uns mit Bewältigungsstrategien beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, was Trennungsangst ist und warum sie auftritt. Trennungsangst beginnt in der Regel im Alter zwischen 8 und 14 Monaten und kann bis zum Vorschulalter andauern. Sie ist ein natürlicher Teil der kindlichen Entwicklung und oft ein Zeichen dafür, dass Ihr Kind eine starke Bindung zu Ihnen aufgebaut hat.
Tipps für Eltern:
Bereiten Sie sich im Voraus vor: Erleichtern Sie Ihrem Kind den Übergang, indem Sie mit ihm darüber sprechen, was es zu erwarten hat. Lassen Sie es wissen, wohin Sie gehen und wann Sie zurückkommen, und versichern Sie ihm, dass Sie immer zu ihm zurückkommen werden.
Legen Sie ein Abschiedsritual fest:
Entwerfen Sie ein spezielles Abschiedsritual, das Sie und Ihr Kind gemeinsam durchführen können, bevor sich Ihre Wege trennen. Das kann eine Umarmung und ein Kuss sein, ein geheimer Händedruck oder ein besonderer Satz, den Sie sich gegenseitig sagen.
Bleiben Sie positiv:
Kinder nehmen die Emotionen ihrer Eltern auf. Versuchen Sie also, ruhig und positiv zu bleiben, wenn Sie sich verabschieden. Auch wenn Sie sich ängstlich fühlen, versuchen Sie, Ihrem Kind Zuversicht und Vertrauen zu vermitteln.
Seien Sie konsequent:
Konsequenz ist das A und O bei der Bewältigung von Trennungsangst. Halten Sie sich an eine regelmäßige Routine und versuchen Sie, die Zeiten für das Bringen und Abholen konstant zu halten.
Machen Sie den Abschied kurz und schmerzlos:
Auch wenn es verlockend ist, zu verweilen, wenn Ihr Kind aufgeregt ist, können lange Verabschiedungen die Situation für Sie beide noch schwieriger machen. Fassen Sie sich kurz und bündig und vertrauen Sie darauf, dass sich Ihr Kind beruhigt, sobald Sie weg sind.
Tipps für Kinder:
Nehmen Sie einen Tröster mit: Helfen Sie Ihrem Kind, sich sicherer zu fühlen, indem Sie ihm erlauben, einen Trostspender von zu Hause mitzubringen, z. B. ein Lieblingskuscheltier oder eine Decke.
Beschäftigen Sie sich:
Ermutigen Sie Ihr Kind, sich mit lustigen Aktivitäten zu beschäftigen oder mit Freunden zu spielen, um es von seinen Sorgen abzulenken.
Sprechen Sie über Gefühle:
Ermutigen Sie Ihr Kind, seine Gefühle auszudrücken und versichern Sie ihm, dass es in Ordnung ist, wenn es sich manchmal traurig oder ängstlich fühlt. Lassen Sie es wissen, dass Sie verstehen, wie es sich fühlt, und dass Sie für es da sind, um es zu unterstützen.
Konzentrieren Sie sich auf das Positive:
Erinnern Sie Ihr Kind an all die schönen Dinge, die es tun kann, während Sie getrennt sind. Sprechen Sie über die Freunde, mit denen es spielen wird, die Spiele, die es spielen kann und die neuen Dinge, die es lernen wird.
Üben Sie die Trennung:
Führen Sie Ihr Kind allmählich an kurze Trennungsphasen heran, damit es Vertrauen und Unabhängigkeit aufbauen kann. Beginnen Sie mit kurzen Trennungen und steigern Sie die Zeit allmählich, wenn Ihr Kind sich wohler fühlt.
Trennungsangst kann sowohl für Eltern als auch für Kinder eine Herausforderung sein, aber sie ist ein normaler Teil des Erwachsenwerdens. Wenn Sie die Ursachen der Trennungsangst verstehen und diese Bewältigungsstrategien anwenden, können Eltern und Kinder besser mit der Trennung umgehen und ein starkes Fundament aus Vertrauen und Sicherheit aufbauen. Denken Sie daran, dass die Trennungsangst nicht ewig anhalten wird. Mit etwas Zeit und Geduld wird es Ihnen und Ihrem Kind leichter fallen, sich mit Zuversicht zu verabschieden.